Der Blog für einen gesunden Darm und damit einem gesunden Menschen

10459874_786804634683496_8219195012810208694_n

Ich heiße Holger Röschmann, bin 52 Jahre alt und erkrankte 1992, mit 28 Jahren, an Colitis Ulcerosa. Seit nunmehr fast sieben Jahren nehme ich keine Medikamente mehr. Meine Blutwerte sind ausgezeichnet. So sind u. a. keine Hinweise auf Entzündungen nachzuweisen.

Seit ca. acht Jahren bin ich Vegetarier. Die Entscheidung lag auf der Hand, da es mir zusehends besser ging, als ich mich ausschließlich auf diese Weise ernährte. Die ethischen Bedenken, hinsichtlich Tierhaltung und der grundsätzlichen Frage, ob der Mensch anderen Kreaturen das Leben „auf Vorrat“ willkürlich nehmen darf , schlossen sich kurze Zeit später an. Diese Fragen sollen hier aber nicht erörtert werden. Nur soviel: Für mich sind Menschen, die Fleisch essen keine Mörder, und ich akzeptiere andere Meinungen zu diesem Thema.

Was bedeutet eigentlich Colitis Ulcerosa?

Es handelt sich um eine chronische Entzündung, die Teile oder den gesamten Dickdarm befallen kann und als Autoimmunerkrankung klassifiziert ist. Der Unterschied zum Morbus Crohn besteht darin, dass dieser den gesamten Verdauungstrakt in Mitleidenschaft ziehen kann, also vom Mund, Speiseröhre, Magen, den Dick- und Dünndarm.  Bei der Colitis Ulcerosa besteht im Vergleich zum Morbus Crohn ein erhöhtes Malignitätsrisiko. Die Ursache für eine Entstehung der beiden Erkrankungen ist bisher unbekannt. Daher können bisher auch lediglich die Symptome unterdrückt bzw. behandelt werden. Außerdem, wie in meinem Fall, kann sich die Remission über viele Jahre erstrecken.

Warum schreibe ich über meine Erlebnisse?

Rückblickend war diese Erkrankung für mich ein Segen. Die Erfahrungen waren sehr derart einschneidend, dass sie mein bis dahin aufgestelltes Lebenskonzept veränderten und revolutionierten. Ja, diese Erfahrungen erschütterten meine Persönlichkeit in einer bis dahin noch nie dagewesenen Art und Weise. Mein Leben stellte sich auf den Kopf. Ich bin mir sehr sicher, dass ich die Krankheit überwunden habe. Ich betrachte mich als vollständig gesund und viel wichtiger: Ich fühle es, und nach den bisherigen schul-medizinischen Erkenntnissen, bin ich es auch. Ich will mit diesem Blog die Betroffenen ermuntern, den Glauben nicht zu verlieren, wieder gesund zu werden. Ich weiß, dass die bisherigen Erkenntnisse in der Medizin davon ausgehen, dass CED nicht zu heilen sind. Ich behaupte, dass mein Schicksal das Gegenteil aufzeigt. Daher halte ich es für wichtig, meinen Weg im Umgang mit der Erkrankung in die Öffentlichkeit zu tragen. Zudem beabsichtige ich, Informationen zur Verfügung zu stellen, in dem ich alle wichtigen Quellen zusammentrage,  die meine Recherchen entdecken.

Ich verbinde damit die Hoffnung, dass ich hierdurch meinen Teil dazu beitragen kann, dass die Beteiligten Kraft, Motivation und Zuversicht schöpfen, um einen integrativen und akzeptablen Umgang mit der Erkrankung zu finden. So will ich u. a. darüber berichten, welche Maßnahmen ich ergriffen habe, von denen ich überzeugt bin, dass diese mich seit vielen Jahren ein beschwerdefreies Leben führen lassen. Dabei liegt es mir fern, zu missionieren. Klar ist, dass ich mir sehr darüber bewusst bin, dass meine Lebensform nicht für jeden wählbar ist. Jeder von uns und insbesondere Menschen mit Darmerkrankungen reagieren sehr individuell auf die Ernährung. Es entspricht auch nicht meiner Erfahrung, dass etwas, was für alle gelten soll, tatsächlich auch auf alle zutrifft. Gerade die CED-Patienten (CED = Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) reagieren sehr unterschiedlich auf Ernährung. Daher können meine Erfahrungen, die ich in diesem Blog teile, auch nur Anregungen sein.

Meine Hinweise sind nicht als Therapie zu verstehen. Sie sollen lediglich zum Nachdenken anregen, einen Impuls setzen, zum Erfahrungsaustausch anregen und Mut machen. Wir haben immer die Wahl, über neue Einstellungen und Lebensphilosophien nachzudenken und sie umzusetzen. Mir ist im Laufe der Jahre klar geworden, dass diese Erkrankung auch etwas mit diesen Dingen zu tun hat. So kann ich sagen, dass ich dafür dankbar bin, dass mir die Erfahrungen, die ich im Zusammenhang mit der Colitis Ulcerosa machen konnte, neue, wertvolle Erkenntnisse lieferten. Im Laufe der folgenden Jahre lernte ich mich immer besser kennen. Ich lernte den Umgang mit mir selbst und immer mehr, wer ich wirklich bin und was ich will.

Dabei erfuhr ich, dass ich all die Jahre den Erwartungen anderer Menschen gerecht werden wollte. Somit kastrierte ich mich selbst, indem ich meine wahren Bedürfnisse und Leidenschaften unterdrückte. Ich entdeckte, dass bei der Beantwortung der wichtigen Fragen des Lebens, die Philosophie, Psychologie und die Entwicklung meiner Spiritualität für mich wesentliche und gehaltvolle Antworten lieferten. Diesen „abgedroschenen“ Spruch: „Krankheit als Chance“ empfinde ich mittlerweile als richtig und kann dem uneingeschränkt zustimmen. Im weiteren Verlauf werde ich hierzu noch Stellung nehmen. Nur soviel: Ich kann alle Betroffenen nur dazu ermuntern, sich zunächst nur eine Frage zu stellen: „WER  BIN  ICH  WIRKLICH?“ Denkt einmal darüber nach……!

In diesem Sinne……lasst es mich versuchen!

Veröffentlicht von

Holger Röschmann

Geboren am 24.12.1965 in Eckernförde, Sternzeichen: Steinbock, Wohnhaft: Kiel, Zweijährige Ausbildung zum Psychologischen Berater Zweijährige Ausbildung zum Heilpraktiker, Ausbildung zum Psychologischen Berater (hier auch als Berater tätig gewesen), Keine Kinder, Hobbies: Sport, Yoga, Meditation, Lesen, viel Reisen, Blogger. Charakter: Querdenker, kommunikativ, vielseitig interessiert, offen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*