Der Blog für einen gesunden Darm und damit einem gesunden Menschen

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Ich heiße Holger Röschmann, bin 52 Jahre alt und erkrankte 1992, mit 28 Jahren, an Colitis Ulcerosa. Seit nunmehr fast sieben Jahren nehme ich keine Medikamente mehr. Meine Blutwerte sind ausgezeichnet. So sind u. a. keine Hinweise auf Entzündungen nachzuweisen. Der Blog für einen gesunden Darm und damit einem gesunden Menschen weiterlesen

Der Opferrolle entsagen

Hallo,

es ist immer schlimm, mit Schicksalsschlägen konfrontiert zu werden und einen geeigneten Umgang mit ihnen zu finden. Bei CED-Patienten fiel mir auf, dass ich häufig folgende Formulierungen hörte:

  • „Ich habe kein Glück“
  • „Das läuft nicht so, wie ich mir das vorstelle“
  • „Lieber wäre mir gewesen,…“

Sobald ihnen eine Sache gegen den Strich ging, Der Opferrolle entsagen weiterlesen

Kann uns Krankheit einen Mehrwert bringen?

Hallo,

während meiner Reha lernte ich sehr viele Menschen kennen, die unter CED´en litten. Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, aber auch Reizdarm und Divertikulitis. Es fiel mir auf, dass es Parallelen in den Charakteren der jeweiligen Patienten, insbesondere bei den Morbus Crohn und den Ulcerosa-Patienten gab. Ein hoher Anteil zeichnete sich dadurch aus, Kann uns Krankheit einen Mehrwert bringen? weiterlesen

Erste Erfolge nach Rückverlegung meines Dünndarmstoma / künstlicher Darmausgang

Nach sieben Monaten habe ich drei Nächte hintereinander durchgeschlafen. Zudem ist es mir zwischenzeitlich möglich, die Liegepositionen zu wechseln, ohne dabei Schmerzen zu empfinden. Erste Erfolge nach Rückverlegung meines Dünndarmstoma / künstlicher Darmausgang weiterlesen

Homöopathiestudie der Charité Berlin / Nachweis der Wirksamkeit festgestellt

Hallo,

4000 Probanden begleiteten die zweijährige Studie. Nach drei Monaten verringerten sich die Beschwerden der Teilnehmer um rund 40%. Die Leiterin der Studie, Frau Professor Claudia Witt, gab an, dass dies „im Mittel“ auf alle Erkrankungen zuträfe.

Homöopathie könne jedoch nicht, gerade bei schwersten Erkrankungen, die alleinige Therapieform sein. Als begleitende Unterstützung liefere sie allerdings wirksame Resultate.

Nachzulesen unter:

http://www.patientsview.com/Homoeopathie-Studie-Charite.html

Röschi

Die 2. OP -Fortsetzung-

„Das gibt es doch nicht. Sie sind schon wach?“ Ich blicke in das erstaunte Gesicht eines freundlich dreinblickenden und lächelnden Pflegers. Wieder dieser Aufwachraum. Wenn ich nicht aufpasse, verspüre ich noch das Bedürfnis, hier einzuziehen. „Bin ich schon durch?“ „Schon ist gut. Sie wurden fünf Stunden operiert“. „Na komm schon“, dachte ich. „Dann berichte mir mal von den ganzen Komplikationen….!“ „Alles super verlaufen. Sie sehen auch gut aus. Haben ja richtig Farbe im Gesicht.“ „Ja, ich bin eher der mediterrane Typ“, entgegnete ich. Keine Schmerzen! Was war los? Ich verspürte keine Schmerzen, dafür hatte ich eine Erektion. Ich fragte den Pfleger, ob die Gabe von Viagra Bestandteil des Aufbauprogrammes sei. „Sie haben jetzt eine Erektion? Ich hoffe sehr, dass es nicht an mir liegt!“ Keine Impotenz. Der Weg war geebnet. Ich atmete tief durch. Nun erkundete ich meinen Bauch. Die Metzger hatten mir zwei weitere Schnitte verabreicht. Nun war meine Bauchmuskulatur an drei unterschiedlichen Stellen durchtrennt worden. Dennoch: Ich fühlte mich super, und ich hatte Energie. Nachdem ich den Pfleger herbeigerufen hatte, bat ich ihn, mir zu helfen. Ich wollte mich aufsetzen. Etwas skeptisch dreinblickend, reichte er mir seine Hand. Sogleich nahm ich von seinem gesamte Arm Besitz. Ich saß auf der Bettkante, hatte keinen Katheder, sondern lediglich eine Drainageleitung, die aus meinem Bauch herausführte. Diesmal auf der anderen Seite angebracht. Mein inkompetenter Sachverstand erkannte, dass sich nur wenig Flüssigkeit im Drainagebeutel befand. Ein gutes Zeichen. Die Wundheilung schien zu funktionieren. Ich machte mir die begründete Hoffnung, dass der Schlauch sehr schnell gezogen werden kann. Die Sitzposition gefiel mir. Kein Schwindel, keine Übelkeit. Von draußen erhellten Sonnenstrahlen den tristen Raum. Meine Laune stieg und ich überlegte, ob für mich die Gefahr eines Sonnenbrandes bestand. Ich hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da erschien der Pfleger. „Ich denke, wir können Sie auf die Station bringen. Wie fühlen Sie sich?“ „Top! Wenn Sie gestatten, gehe ich zu Fuß.“ „Nun drehen Sie mal nicht gleich durch! Sie werden abgeholt und liegend in ihr Zimmer geschoben.“ Tief in meinem Inneren, war ich damit einverstanden. Die folgenden drei Tage verbrachte ich damit, meine Erlebnisse niederzuschreiben, den Krankenschwestern mein Blut zu spenden und den Ärzten mein Ohr zu schenken. Die Blutwerte wurden stetig besser. Ich begann, leichte gymnastische Übungen zu machen, zu lesen und zu schreiben. Mein Stoma bereitete mir etwas Sorge. Der Prolaps (hervorstehender Darm) hatte im Vergleich eine unebene Beschaffenheit. Ich vermutete, dass es Probleme mit der Haltbarkeit meiner Stomaversorgung geben könnte. Eine Sorge, die sich im weiteren Verlauf noch in sehr nervtötender und unangenehmer Weise bestätigen sollte. Ich verließ das Krankenhaus und begab mich zu Fuß nach Hause. Hier schaltete ich, wie so oft, mein Mobiltelefon aus. Meinen minimalistisch gepackten Rucksack warf ich auf das Bett und legte mich sogleich, voll bekleidet, daneben. Ich schlief ein. Es klingelte an der Tür. Schlaftrunkend, meinen gefüllten Stomabeutel haltend, öffnete ich. Meine Mutter stand aufgelöst vor der Tür. „Junge! Die Klinik hat mich angerufen. Sie konnten Dich und Kasia nicht erreichen. Du sollst dort dringend erscheinen. Da ist etwas auf einem Röntgenbild entdeckt worden.“ „ Mit wem hast Du telefoniert? Haben die das konkretisiert?“ Irgendwie war ich ruhig. Ich ergriff den nicht ausgepackten Rucksack und bat meine Mutter, mich in die Klinik zu fahren. „Ich weiß nicht, wer mich angerufen hat! Er hat nichts weiter erzählt.“ Ich konnte ihr die starke Erregung ansehen und machte ihr keine Vorwürfe. Es war nur zu verständlich. So stand ich, ca. drei Stunden nach meiner Entlassung, wieder in der Notaufnahme.